Bitkom will “deutsche Cloud” fördern

Der Branchenverband Bitkom will den amerikanischen Schwergewichten das Feld im Cloud Computing nicht kampflos überlassen. So fordert Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer, dass sich deutsche Unternehmen zusammen mit der Politik zu einer großen “deutschen Cloud” zusammenschließen sollen, um mit etablierten Anbietern wie Amazon, Google oder auch Microsoft mithalten zu können. Dafür hat der Verband gemeinsam mit Partner ein Konzeptpapier erstellt und dem Bundeswirtschaftsministerium vorgestellt. Dieses umfasst sechs Handlungsbereiche: Recht und Regulierung, Kommunikation, Kooperationen, Standardisierung, Exzellenzentwicklung sowie europäische Einbindung.

Bitkom ist überzeugt davon, dass Cloud Computing die Informationswirtschaft nachhaltig und umfassend revolutionieren wird. So werde in zehn Jahren in vielen Unternehmen Cloud Computing die eigenen Rechenzentren ergänzen oder gar komplett ersetzen. Deutschland solle dabei eine Vorreiterrolle in Sicherheitsfragen beim Cloud Computing spielen.

Quellen: Heise Online: Deutsche IT-Branche will die Cloud mitgestalten, Heise Online: Nationale Computerindustrie soll “deutsche Cloud” entwickeln

Microsoft stellt Cloud Services vor

Microsoft fasst seine ganzen Angebote zum Thema Cloud Computing nun unter dem Stichwort “Microsoft Cloud Services” zusammen. Darunter fallen neben der Cloud-Plattform Azure auch die Dienstleistungen Online Services, Dynamics CRM Hosted Services sowie die Office Web Apps. In dem folgenden YouTube-Video stellt Microsoft seine Interpretation von Cloud Computing vor.

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Studie: Gefahren von Cloud Computing

Die Cloud Security Alliance (CSA) hat in Zusammenarbeit mit HP ein Studie zu den Gefahren beim Einsatz von Cloud Computing durchgeführt. Dafür wurden IT-Sicherheitsexperten aus Unternehmen, Lösungsanbietern und Beratungshäusern befragt, die mit einigen der weltweit komplexesten Cloud-Umgebungen arbeiten. Die größte Hürde bei der Einführung von Cloud Computing in Unternehmen sind die Sicherheitsbedenken. Als Gefahrenquellen wurden in der Studie Schadprogramme, interner Missbrauch sowie Datenverlust und Datenlecks ausgemacht.

CSA Top Threats for Cloud Computing

Quelle: Silicon.de: Die Gefahren von Cloud Computing

Bitkom: Leitfaden Cloud Comptuting

Der Branchenverband Bitkom hat einen Leitfaden zum Cloud Computing veröffentlicht. Das kostenlose Dokument steht unter dem Motto “Evolution in der Technik, Revolution im Business” und beschreibt Anforderungen und Herausforderungen beim praktischen Einsatz von Cloud Computing. Neben organisatorischen und juristichen Fragen werden auch Einsatz-Szenarien und Praxisbeispielen angeführt, so dass sich der Leitfaden gleichermaßen an Entscheider in Anbieter- und Anwenderunternehmen richtet.

Bitkom Leitfaden Cloud Computing

Weitere Informationen finden sich auf der entsprechenden Themen-Seite der Bitkom.

Microsoft setzt voll auf Cloud Computing

Besser spät als nie?! Microsoft hat den Trend der Zeit endlich erkannt und setzt nun verstärkt auf das Zugpferd Cloud Computing. Das kommende Office 2010 soll voll in die Cloud integriert sein, zudem soll es webfähige Versionen von Word und Co. geben. Auch die neue Cloud-Plattform Azure soll den Wandel weiter vorantreiben. Wie wichtig für Microsoft Cloud Computing ist, zeigen die folgenden Zahlen: 2010 will Microsoft 9,5 Milliarden Dollar in diesem Bereich investieren, und die Zahl der Mitarbeiter, deren Arbeit in Zusammenhang mit Cloud Computing steht, soll dieses Jahr von 70 % auf 90 % steigen.

Steve Ballmer, CEO von Microsoft

Quellen: paidContent.org: Ballmer: Microsoft ‘Betting Our Company’ On The Cloud, Microsoft: Cloud Computing wird IT-Welt verändern, Chip Online: Microsoft-COO Turner: “Wir führen in der Cloud”

Veranstaltung: CloudLive 2010 Düsseldorf

Im Rahmen der DataCentre Expo 2010, die vom 16. bis 17. September 2010 in Düsseldorf stattfindet (Achtung: Termin hat sich verschoben, ursprünglich war der 18. bis 19. Mai anvisiert), wird auch die CloudLive 2010 Konferenz abgehalten. Sie soll Verantwortliche aus den Fachbereichen genauso ansprechen wie die IT-Manager und den Fokus auf sichere Cloud-Infrastrukturen legen. Mehr …

Cloud Gaming läuft langsam an

OnLive ermöglicht das Spielen von aktuellen Games auch auf schwächeren Endgeräten oder Settop-Boxen. Möglich wird dies durch die Auslagerung der Spielberechnungen in die Cloud, übertragen wird nur noch das Bild per Breitbandverbindung auf das Endgerät. So können auch aktuelle Spielehits über den Browser gespielt werden, eine lokale Installation wird nicht mehr benötigt. Zu einem späteren Zeitpunkt soll OnLive auch aufs Smartphone kommen. Bis darauf wirklich Spiele aus der Cloud gespielt werden können, wird wohl noch einige Zeit ins Land vergehen. Zunächst sollen auf dem Handy eher Community-Funktionen der Plattform dargestellt werden. Starten soll das Angebot nach Angaben von OnLive rechtzeitig zur Spielemesse E3 im Juni diesen Jahres. Der Anbieter arbeitet dabei mit den großen Publishern wie Electronic Arts, THQ und Warner Interactive zusammen.

OnLive

Ein ähnliches Konzept verfolgt auch der niederländische Anbieter Gaikai.

Quelle: Pressetext: OnLive startet Games-Streaming im Juni, Pressetext: OnLive zeigt Games-Streaming auf das Handy

Google startet Business App Store

Google erweitert seine Google Apps (umfasst Gmail, Google Calendar, Google Docs, Google Sites und Google Talk) um einen Marktplatz für externe App-Anbieter. Diese können mit ihren Programmen nach der benötigten Autorisierung zum Beispiel auf die Kontaktdaten oder die E-Mails der Benutzer zugreifen und diese um weitere Funktionen ergänzen.

Google Apps Marketplace

Die Apps können beliebig implementiert werden und benötigen durch den Einsatz von OpenID der OAuth keine eigene Authentifizierungskomponenten. Die Schnittstelle zu Google Apps wird mittels einer Manifest-Datei spezifiziert. Für die Veröffentlichung im App Store zahlen Entwickler eine Gebühr von 100 Euro, zusätzlich kassiert Google 20 % vom Umsatz der jeweiligen App. Zum Start des App Marketplace bieten 50 Launch-Partner ihre Anwendungen für Endbenutzer an.

Google tritt mit dem App Store in direkter Konkurrenz zu Salesforce’ AppExchange. Jedoch unterscheiden sich beide Ansätze in den Punkten Anwendungsfokus, technische Plattform und Geschäftsmodell.

Quellen: Netzwertig: Google Apps Marketplace:
Ein Marktplatz für Geschäftsanwendungen in der Cloud
, Netzwertig: Apps Marketplace: Google macht Ernst mit Cloud Computing

Wimax ist tot, es lebe LTE

Als Nachfolgestandard für UMTS und HSPA rangeln sich momentan die beiden Technologien Wimax und LTE. Während Wimax in manchen Ländern schon seit Ende 2005 in Betrieb ist, werden die LTE-Frequenzen hierzulande erst in diesem Jahr versteigert. Beide Technologien sollen das mobile Surfen in eine neue Dimension heben und mit Übertragungsraten von bis zu 100 Mbit/s und mehr locken. In der Praxis bleibt von diesen theoretischen Raten jedoch deutlich weniger Kapazität über.

Während jedoch in Deutschland Wimax ein dristes Nischendasein führt und wohl über kurz oder lang vollständig von LTE verdrängt werden wird, sieht es in anderen Ländern aktuell noch anders aus. So gibt es nach einer Studie von Abi Research weltweit deutlich mehr Wimax-Netze im Live- oder Testbetreib als LTE-Netze. Doch auch die Netzausrüster setzen vermehrt auf LTE. Dies bestätigt auch der Rückzug von Cisco beim Aufbau von Wimax-Basisstationen, nachdem bereits im letzten Jahr Nokia seinen Rückzug vollzogen hat.

Zumindest in Deutschland stehen also die Zeichen voll auf LTE. Welcher Standard weltweit das Rennen machen wird, bleibt weiterhin spannend.

Quellen: heise online: Cisco entwickelt keine Wimax-Basisstationen mehr, inside-handy: Weiterer Rückschlag für Wimax, Ecin: Mobilfunk: LTE gegen WiMAX

Microsoft plant Uni-Gaming

Microsoft hat auf der Teched in Dubai ein Konzept vorgestellt, welches es Spielern ermöglicht, Spielstände auf der XBox 360, dem PC mit Windows 7 sowie dem geplanten Windows Phone 7 Series in der Cloud abzugleichen. Dabei will Microsoft ausnutzen, dass der Code für alle drei Plattformen zu ca. 90 % identisch ist. So wird es möglich, dass ein Nutzer morgens ein Spiel auf seinem PC anfängt, dann auf dem Weg zur Arbeit über sein Windows-Handy weiterspielt, und abends auf der Couch das gleiche Spiel mit seiner Microsoft-Konsole zuende spielt, ohne dabei die jeweiligen Spielstände manuell übertragen zu müssen.

Windows Phone 7 Series

Quelle: OS-Informer: Uni-Gaming: Microsoft plant Titel für PC, Xbox 360 und Windows Phone mit fast identischem Code und Cloud-Abgleich

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Über mich

Hallo, ich heiße Frank Schürmann und studiere Wirtschaftsinformatik M.Sc. an der Universität Duisburg-Essen. In diesem Blog trage ich Informationen rund um die Themen Cloud Computing und mobile Kommunikation zusammen.