Archiv für April, 2010

Salesforce.com wird “sozialer”

Die CRM-Anwendung von Salesforce.com soll in Zukunft um das Tool Chatter erweitert werden. Das Modul ermöglicht es, bestimmten Personen, Ereignissen oder Dokumenten zu folgen. Dies soll die Kommunikation und den Datenaustausch im Unternehmen erheblich vereinfachen. Momentan befindet sich Chatter noch im geschlossenen Beta-Test, ab Sommer soll es dann für alle Salesforce.com-Nutzer verfügbar sein. Bei der Entwicklung des Tools hat sich Salesforce an Facebook orientiert, welche das Social Web immer weiter vorantreiben.

Salesforce.com

Quelle: Preisgenau.de: CRM Software Salesforce.com orientiert sich zukünfigt an Facebook

Veranstaltung: Cloudstorm 2010

Wer einen schnellen Überblick über die aktuellen Themen im Bereich Cloud Computing erhalten will, sollte sich eventuell mal die Cloudstorm 2010 näher anschauen. Die Veranstaltung findet in Düsseldorf statt und beinhaltet in 100 Minuten viele kleine Gastvorträge. Los geht’s um 17 Uhr, die Registrierung ist kostenlos unter http://www.eventbrite.com/event/531959104 möglich. Wenn ich es schaffe, werde ich auch vorbeischauen.

Cloudstorm

Amazon Web Services werden um SNS erweitert

Amazon erweitert sein Cloud-Portfolio AWS um den Benachrichtigungsdienst Simple Notification Services (SNS). Der Dienst ermöglicht es Entwicklern ein Thema einzurichten, welches dann von Nutzern abonniert werden kann. Diese bekommen dann alle Nachrichten im Push-Verfahren, die zu diesem Thema verteilt werden. Die Nachrichten werden über HTTP oder E-Mail versendet, die Abrechnung erfolgt wie gewohnt nutzungsabhängig. Anwendungsgebiete seien laut Amazon Monitoring- und Workflowsyssteme, aber auch zeitkritische und mobile Anwendungen.

Quelle: Golem: Amazon startet Benachrichtigungsdienst SNS

Gladinet integriert Cloud Storages

Immer mehr Personen und Organisationen speichern ihre Daten in der Cloud auf sogenannten Cloud Storages. Nicht jeder Dienst lässt sich dabei so einfach in den Windows Explorer integrieren wie beispielsweise Dropbox. Abhilfe schafft das kostenlose Tool Gladinet. Hiermit lassen sich verschiedene Cloud Storages über virtuelle Laufwerke in den Explorer einbinden, die jeweiligen Zugangsdaten müssen nur einmal eingegeben werden. Unterstützt werden neben klassischen Cloud Storages wie Microsoft’s SkyDrive auch Google Docs, Amazon S3 oder eigener Speicherplatz bei einem Webhoster über FTP und WebDAV. Dateien lassen sich so zwischen den verschiedenen Anbietern leicht austauschen, auch Drag & Drop wird unterstützt. Die Professional Edition für 40 Dollar bietet weitere Funktionen wie automatisierte Backups und Verschlüsselung.

Update: Eine Anleitung für das Einrichten von Gladinet findet sich auf Netzwelt.

Quelle: net-tribune: Gladinet bindet Cloud-Speicher in Windows ein

SOA meets Cloud Computing

Angelika Ruppel vom Fraunhofer SIT hat auf searchsecurity.de einen sehr interessanten Artikel zum Vergleich der beiden Architekturtypen SOA und Cloud Computing veröffentlicht. Während bei der Service-orientierten Architektur die Bereitstellung von dynamischen, gekapselten Diensten und die Orchestrierung zu Geschäftsprozessen im Vordergrund stehen, fokussiert Cloud Computing auf effiziente Ressourcenauslastung und skalierbare Infrastrukturen.

Laut der Autorin können beide Architekturtypen voneinander lernen: Während in einer SOA Möglichkeiten zur Festlegung von umfassenden Governance-Regelungen stark verbreitet sind, steckt Cloud Computing in diesem Bereich noch in den Kinderschuhen. Im Gegensatz dazu hat Cloud Computing jedoch Vorteile in den Bereichen Wiederverwendungsreichweite und Erweiterbarkeit.

Eine Zusammenführung von Service-orientierten Architekturen und Cloud Services seien auf drei Arten möglich:
1) Einsatz einer SOA zur Orchestrierung verschiedener Cloud Services,
2) Einsatz einer SOA zur Bereitstellung von Cloud Services,
3) Erweiterung einer bestehenden SOA um Cloud Services.

Der ganze Artikel Serviceorientierte Architekturen (SOA) und Cloud Computing findet sich auf searchsecurity.de.

Flash vs. HTML5

Der Kampf um das Video- und Interaktionsformat der Zukunft geht in die nächste Runde. Nachdem Apple voll auf HTML5 setzt und sich strikt gegen die Flash-Integration in die Webkit-Engine einsetzt (und somit IPhone, IPod Touch und IPad ohne Flash auskommen müssen), will Google den Flash-Support weiter ankurbeln. Der hauseigene Browser Chrome soll in Zukunft Flash von Hause aus unterstützen und eigenständig auf dem aktuellsten Stand halten.

War nicht noch vor kurzem zu hören, Google hätte durch den Kauf des Videocodes V8 die Macht, HTML5 auf breiter Front (z.B. auf YouTube) durchzudrücken und Flash den Garaus zu machen? Die jetzige Meldung liest sich nicht unbedingt so, als ob Google Flash keine Zukunft mehr zutraut. Nichtsdestotrotz setzt auch Google vermehrt auf HTML5: So wird Gears nicht mehr weiterentwickelt, da die Funktionen in Zukunft durch HTML5 umgesetzt werden können und somit Gears nicht mehr benötigt wird. Wahrscheinlich wird es wie so häufig erst einmal auf lange Sicht eine friedliche Koexistenz von HTML5- und Flash-Videos geben. Viele Webseitenbetreiber werden dann ihre Videos in beiden Formaten anbieten (müssen), um keine Benutzer auszuschließen.

Quelle: Handelsblatt Webwatcher: Google Chrome integriert Flash

Greenpeace: Cloud Computing verstärkt CO2-Ausstoß

Nach einer Studie der Umweltschutzorganisation Greenpeace wird sich in den nächsten Jahren der Emissionsausstoß vor allem durch Cloud Computing weiter steigen. Die riesigen Rechenzentren, die von den Cloud Providern aufgebaut würden, würden den Stromverbrauch deutlich nach oben treiben. So würden im Jahre 2020 die gesamten Rechenzentren und Telekommunikationnetze mehr Energie verbrauchen als die Länder Deutschland, Frankreich, Brasilien und Kanada heutzutage zusammen verbrauchen.

Dies ist insofern zumindest etwas erstaunlich, als dass Cloud Computing mit seinen Virtualisierungstechniken die Chance bietet, Ressourcen effektiver zu nutzen. So wird nicht jedes Unternehmen gezwungen, ein Rechenzentrum zu betreiben, welches auch den Leistungsspitzen gerecht wird, sondern die Ressourcen können bedarfsgerecht und flexibel allokiert werden. Jedoch ist das natürlich erstmal das Idealbild, auch die Rechenzentren der Cloud Provider werden nicht immer zu hundert prozent ausgelastet werden. Zudem ist es nicht unwichtig, wie die Rechenzentren mit Energie beliefert werden. Greenpeace führt in seinem Bericht an, dass Facebook in Kürze ein Rechenzentrum aufbauen will, dass mit Kohleenergie betrieben wird. Besser macht es dem Bericht nach Yahoo, die ihr neues Rechenzentrum in der Nähe der Niagara-Fälle aufbauen und auch die Energie daher beziehen wollen. Zudem wird aufgrund des dort herrschenden Klimas keine zusätzliche Kühlung für die Server benötigt.

Umfassende Präsentation zum Cloud Computing/Cloud Security

Peter Mell und Tim Grance vom National Institute of Standards and Technology (NIST) haben eine interessante Präsentation rund um das sichere und effiziente Arbeiten in der Cloud erstellt. Zudem versuchen sie, die ganzen Definitionen und Modelle des Cloud Computing mit Hilfe eines Cloud Definition Frameworks zu strukturieren. Ein weiteres Thema des umfangreichen Dokuments sind Standards im Bereich des Cloud Computing. So möchte das NIST einen Kern von Standardfunktionalitäten definieren, die von Cloud Providern dann um proprietäre Funktionen ergänzt werdne können.

Veranstaltung: Cloud Suisse Conference 2010

Am 15. März 2010 fand in Zürich die erste Cloud Suisse Conference statt. Die Veranstaltung bot 19 spannende Vorträge rund um das Thema Cloud Computing, darunter auch von den Schwergewichten Google, Microsoft, Amazon und Salesforce. Den Vortrag von Salesforce “Kein Hype sondern Realität – Cloud Computing in Unternehmen” habe ich mal als Vorgeschmack angehängt.


Weiter Vorträge sind auf der Seite der Cloud Suisse Conference 2010 zu finden.

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Über mich

Hallo, ich heiße Frank Schürmann und studiere Wirtschaftsinformatik M.Sc. an der Universität Duisburg-Essen. In diesem Blog trage ich Informationen rund um die Themen Cloud Computing und mobile Kommunikation zusammen.