Nach einer Studie der Umweltschutzorganisation Greenpeace wird sich in den nächsten Jahren der Emissionsausstoß vor allem durch Cloud Computing weiter steigen. Die riesigen Rechenzentren, die von den Cloud Providern aufgebaut würden, würden den Stromverbrauch deutlich nach oben treiben. So würden im Jahre 2020 die gesamten Rechenzentren und Telekommunikationnetze mehr Energie verbrauchen als die Länder Deutschland, Frankreich, Brasilien und Kanada heutzutage zusammen verbrauchen.
Dies ist insofern zumindest etwas erstaunlich, als dass Cloud Computing mit seinen Virtualisierungstechniken die Chance bietet, Ressourcen effektiver zu nutzen. So wird nicht jedes Unternehmen gezwungen, ein Rechenzentrum zu betreiben, welches auch den Leistungsspitzen gerecht wird, sondern die Ressourcen können bedarfsgerecht und flexibel allokiert werden. Jedoch ist das natürlich erstmal das Idealbild, auch die Rechenzentren der Cloud Provider werden nicht immer zu hundert prozent ausgelastet werden. Zudem ist es nicht unwichtig, wie die Rechenzentren mit Energie beliefert werden. Greenpeace führt in seinem Bericht an, dass Facebook in Kürze ein Rechenzentrum aufbauen will, dass mit Kohleenergie betrieben wird. Besser macht es dem Bericht nach Yahoo, die ihr neues Rechenzentrum in der Nähe der Niagara-Fälle aufbauen und auch die Energie daher beziehen wollen. Zudem wird aufgrund des dort herrschenden Klimas keine zusätzliche Kühlung für die Server benötigt.