Was ist eigentlich Cloud Computing?
- März 10th März 2010
- Eingetragen inAllgemein
- vonFrank Schürmann
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Cloud Computing ist in aller Munde, doch eine einheitliche Definition gibt es bisher nicht. Alle Anbieter versuchen aktuell, ihre Sicht der Dinge im Markt zu etablieren. Eingeführt wurde der Begriff zum ersten Mal von Google’s CEO Eric Schmidt 2006 auf der Search Engine Strategies Conference. Seitdem erlebt Cloud Computing einen wahren Hype, auch wenn die dahinter stehenden Konzepte nichts wirklich Neues sind. Doch durch die hohe Verfügbarkeit von Breitbandanschlüssen und den günstigen Unterhaltungskosten für große Serverfarmen wird der Paradigmenwandel erst jetzt ermöglicht.
Cloud Computing umfasst ein Bündel von Technologien, die virtualisierte, hochskalierbare und verwaltete IT-Ressourcen als Dienste (Cloud Services) flexibel und verbrauchsgesteuert über Hochgeschwindigkeitsnetze zur Verfügung stellen.Cloud Services umfassen alle Ebenen der IT, von der reinen Hardware bis zu hochspezialisierten Anwendungen. Im Allgemeinen lassen sich die drei folgenden Kategorien differenzieren:
- Infrastructure as a Service (IaaS): Auf der untersten Ebene werden virtualisierte Server- und Netzwerkkapazitäten bereitgestellt. So kann ein Benutzer mit wenigen Mausklicks virtuelle Serverinstanzen im Internet zusammenstellen und darauf von ihm ausgewählte Software laufen lassen.
- Platform as a Service (PaaS): PaaS abstrahiert von den darunter liegenden Hardware-Instanzen und bietet den Benutzern Entwicklungs- und Laufzeitumgebungen an. Damit können eigene Dienste für das Cloud Computing entwickelt und gehostet werden. Auch die Orchestrierung von vorhandenen Diensten ist auf dieser Ebene möglich.
- Software as a Service (SaaS): Auf der obersten Ebene werden fertige Dienste und Anwendungen angeboten, ohne dass sich der Benutzer um die verwendete Hardware oder eine Laufzeitumgebung Gedanken machen muss. Diese Schicht ist somit für die Endkunden der Cloud Computing-Anbieter die relevanteste.
Je nach Einsatzgebiet des Cloud Computing wird von einer Public Cloud, einer Private Cloud oder auch einer Hybrid Cloud gesprochen. Bei einer Public Cloud stehen die Dienste allen Benutzern im Internet zur Verfügung. Werden die Infrastruktur und die Services nur innerhalb eines Unternehmens oder einer Organisation bereitgestellt, spricht man von einer Private Cloud. Eine Mischform stellt die Hybrid Cloud dar, bei welcher Unternehmen sowohl eine eigene Private Cloud betreiben, bei Bedarf aber auch externe Dienste aus einer Public Cloud beziehen können.
Cloud Computing ermöglicht den Betreibern großer Datenzentren, wie zum Beispiel Google oder Amazon, eine effizientere Nutzung ihrer Serverkapazitäten. Durch die Öffnung der Infrastruktur für die breite Öffentlichkeit können Leerkapazitäten von anderen Unternehmen genutzt werden. Diese haben den Vorteil, dass sie Kapazitäten flexibel anfordern und skalieren können. Dabei steht eine nutzungsabhängige Zahlung der Cloud Services im Vordergrund, ohne dass dafür langfristige Nutzungsabkommen abgeschlossen werden müssen.
Darüber hinaus unterstützt Cloud Computing die kollaborative Arbeit auch über Unternehmensgrenzen hinweg. Durch die zentrale Speicherung und Verarbeitung der Informationen in der Cloud sind diese stets aktuell und von jedem autorisierten Rechner aus erreichbar. Für junge Unternehmen bietet Cloud Computing die Möglichkeit, in kurzer Zeit und mit geringen initialen Kosten wettbewerbsfähige Produkte auf den Markt zu bringen und so mit den etablierten Anbietern zu konkurrieren.
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