Neuigkeiten beim Cloud Gaming

Ich hatte ja schon mal etwas zum Cloud Gaming geschrieben, und in der Zwischenzeit hat sich hier wieder einiges getan, was ich in dieser Meldung nun kurz zusammentragen möchte.

Spiele-Flatrate für 9,99 $/Monat

Onlive bietet seit kurzem eine Flatrate für uneingeschränktes Spielen über seine Cloud Gaming Plattform an. Daneben gibt es weiterhin die gewohnten Test-, Gruppen- und Einzelpakete. Die Settop-Box, die man für das Spielen ohne PC am Fernseher benötigt, wird nun für 99 $ ausgeliefert. Mitgeliefert wird ein drahtloser Controller, anschließen lassen sich bis zu vier dieser Eingabegeräte. Hierzulande ist der Dienst noch nicht verfügbar, das soll sich aber im nächsten Jahr ändern. Bilder von der (aufgeschraubten) Box finden sich bei Engadget.

Quelle: Golem: Spieleflatrate: Onlive startet für 9,99 US-Dollar im Monat Mehr …

Desktop-Anwendungen in die Cloud verlagern

So, nach etwas längerer Abstinenz gibt es nun wieder neue Blog-Einträge von mir. Den Anfang macht das amerikanische Unternehmen Spoon, die es ermöglichen, eine Vorauswahl von Desktop-Anwendungen in der Cloud auszuführen. Somit entfällt die lästige Installation und man kann sein Lieblingsprogramm von überall aus starten. Das Portfolio umfasst einiges an Programmen, neben diversen Browsern, Media-Playern und Chat-Programmen z.B. auch das relativ unbekannte Pencil. Ist ganz witzig, das Programm habe ich letztens noch für ein Projekt an der Uni benötigt und war auf meinem Netbook relativ unperformant. Vielleicht teste ich es mal bei Spoon, möglicherweise läuft es ja dann schneller. Um die Programme nutzen zu können, muss man sich bei Spoon registrieren und ein Browser Plug-In installieren. Danach kann es direkt losgehen. Ganz praktisch ist es zum Beispiel für Website-Entwickler, die eine Seite mal mit diversen (auch älteren) Browser testen möchten. Spoon beinhaltet auch eine Vielzahl von Spielen. Ob die jetzt besser sind als die Flash-Spiele von Miniclip und Co sei mal dahingestellt. Ich werde Spoon auf jeden Fall mal ausprobieren und dann weiter davon berichten.

Spoon

Quelle: Netzwertig: Spoon: Desktop-Anwendungen in der Cloud ausführen

Google TV nimmt Form an

Google hat die offizielle Webseite zu Google TV live geschaltet, sie ist unter google.com/tv zu finden. Mit Google TV sollen die Grenzen zwischen dem Fernseherlebnis und dem Surfen im Internet verschwinden. Mit Hilfe von speziellen Fernsehern oder Settop-Boxen ist das Browsen auch über den Fernseher möglich. Das Ganze ist dann noch verpackt in einer hübschen Oberfläche. Auch das zeitgleiche Surfen und Fernsehgucken ist möglich. Zudem wird es auch Apps geben, die auf dem Fersehgerät laufen. Gesteuert werden kann Google TV unter anderem über das Handy.

Google TV

In Amerika hat Google mittlerweile auch schon diverse Kooperationen unter Dach und Fach gebracht. So lassen sich über Google TV Spielfilme über Netflix oder Amazon Video on Demand ausleihen, CNN und andere Sender werden speziell optimierte Webseiten und Applikationen anbieten. Das Ganze macht auch mich schon einen sehr guten Eindruck. Hoffen wir mal, dass die Kooperationspartner (vor allem in Deutschland) noch ordentlich ausgeweitet werden. Bisher hat sich nur Sony mit Google geeignet, Google TV in seine Fernsehgeräte zu integrieren. Settop-Boxen sollen von Logitech kommen.

Update: Auf Netzwertig findet sich ein interessanter Artikel von dem von mir geschätzten Blogger Martin Weigert zur (Nicht-)Integration von Facebook in Google TV.

Quellen: Mobiflip: Offizielle Webseite zu Google TV ab sofort online, Golem: Google TV: Erste US-Fernsehsender genannt

Cebit 2011 ganz im Zeichen des Cloud Computing

Heute wurde das Motto für die folgende Cebit im Frühjahr 2011 bekanntgegeben, es soll “Work and Life with the Cloud” heißen. War auf der diesjährigen Messe Cloud Computing eines von mehreren Hauptthemen, soll es im nächsten Jahr ganz in den Fokus rücken. Spätestens jetzt sollte allen IT-Verantwortlichen klar sein, dass Cloud Computing nicht nur ein kurz auflammendes Hypethema ist, sondern wirklich Konzepte beinhaltet, die die komplette IT-Infrastruktur in den nächsten Jahren und Jahrzehnten verändern und prägen kann. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich der IT-Markt in Zukunft entwickeln wird. Fest steht aber auf jeden Fall, dass Cloud Computing wieder ordentlich Schwung in die Szene gebracht hat.

Cebit

Quelle: Hannover.de: “Work and Life with the Cloud” is the main topic of the CeBIT 2011

E-Plus Kunden können Facebook kostenlos nutzen

E-Plus ist der erste Netzbetreiber in Deutschland, der seinen Kunden kostenloses Surfen auf Facebook ermöglicht. Dazu muss statt der normalen mobilen Facebookseite m.facebook.com die Seite 0.facebook.com aufgerufen werden. Auf Fotos und Videos wird bei dieser Seite verzichtet, so dass sich die Seite auch gut mit langsameren Datenverbindungen nutzen lässt. Möchte man trotzdem ein Foto oder ähnliches aufrufen, so erhält man den Hinweis, dass das kostenlose Angebot verlassen wird. Dann landet der Nutzer wieder auf der normalen mobilen Webseite und zahlt die üblichen Verbindungskosten.

Wie ich finde auf jeden Fall ein sehr lobenswerter Schritt in die richtige Richtung. Die anderen Netzbetreiber werden mit Sicherheit in Kürze nachziehen. Noch erhalten Kunden anderer Netzbetreiber, die 0.facebook.com ansurfen, den Hinweis, dass das Angebot für Sie nicht gelte.

Quelle: insidehandy.de: Kostenloses Facebook-Surfen für E-Plus-Kunden

Chrome OS und Chrome Web Store ab Herbst

Google hat im Rahmen der aktuell stattfindenden Games Con verlauten lassen, dass im Herbst der Chrome Web Store starten wird. Dieser soll es ermöglichen, Apps im Browser auszuführen. Richtig interessant wird es dann erst im Zusammenspiel mit Chrome OS, dem künftigen Cloud-Betriebssystem von Google. Dieses wird fast ausschließlich den Internet-Browser als Ausführungsumgebung für Programme benutzen.
Die Apps aus dem Chrome Web Store sollen jedoch auch mit anderen Webbrowser verwendbar sein, auch wenn einige besondere Funktionen wie Shortcuts wohl Chrome bzw. Chrome OS vorenthalten sein werden.

Wann Chrome OS erscheint, ist bis jetzt noch nicht ganz klar. Da sich aber auch schon die Gerüchte über ein gemeinsames Tablet von HTC und Google mit Chrome OS verdichten und dieses für November erwartet wird, sollte das Betriebssystem auf jeden Fall noch in der zweiten Jahreshälfte von 2010 das Licht der Welt erblicken. Bis es soweit ist, ist wohl Jolicloud der interessanteste Vertreter der verfügbaren Cloud-Betriebssysteme. Dazu wird es in Kürze auch einen Bericht geben.

Chrome OS

Quellen: Teltarif: Chrome Web Store von Google öffnet im Oktober, Downloadsquad: Google launching a Chrome OS tablet on Verizon, goes on sale November 26

Vision: Smartphones lösen PCs ab

Gerade habe ich einen interessanten kleinen Artikel gelesen. Humphrey Chen, Leiter der Abteilung für neue Technologien bei Verizon Wireless, könnten in Zukunft Smartphones bei manchen Leuten die heimischen PCs ersetzen. Was sich für viele total abwegig anhört, ist für mich gar nicht mal so weit hergeholt. Thin Clients sind in Zeiten des Cloud Computing immer gefragter, Google Apps und Co. benötigen immer weniger Rechenkapazität, so dass schlanke und stromsparende PCs auf immer mehr Einkaufzetteln ganz oben stehen. Auch ich habe mir vor kurzem eine EEEBox zugelegt (also ein Desktop-PC mit Netbook-Hardware), weil es für die meisten Einsatzzwecke vollkommen ausreicht – gut, ein Blue-Ray Laufwerk für den heimischen Filmgenuss musste trotzdem mit rein ^^.
Aber wenn man die Vision weiter denkt, und Leute in Zukunft ihre Smartphone zuhause an die Dockingstation anschließen, und darüber einen großen Monitor, Maus und Tastatur bedienen, könnte diese Vision durchaus aufgehen. Der Speicher befindet sich in der Cloud, und aktuelle Smartphone-CPUs haben schon vor längerer Zeit die 1 GHz Marke geknackt, 2 GHz sind bereits angekündigt. Hohe Auflösungen unterstützen diese CPUs auch, also warum eigentlich nicht …? :-)

Quelle: Hartware.de: Smartphones als PC-Ersatz?

Android-Entwicklung für jedermann

Google hat den AppInventor for Android vorgestellt. Mit diesem Tool soll es auch Programmierlaien möglich sein, eigene Apps für das Google-Betriebssystem zu entwickeln. Dafür werden vorgefertigte Blöcke bereitgestellt, die einfach per Drag&Drop zusammengesetzt werden können. Dadurch können auch Funktionen wie SMS-Versand oder ähnliches realisiert werden.

AppInventor Mehr …

Cloud Computing aus Entwicklersicht

Zum Thema Cloud Computing erschienen unzählige Beiträge, doch fokussieren diese meist den Blickwinkel des Endanwenders. Auf it-director.de ist jetzt ein Artikel erschienen, der die Entwicklerseite beleuchtet. So werden verschiedene Entwicklungsumgebungen kurz vorgestellt, auch Standards und offene Protokolle werden angesprochen. Insgesamt eine ganz gute Übersicht über relevante Fragestellungen für den Entwickler.

Quelle: it-director.de: Cloud Computing aus Entwicklersicht

Docs – Microsoft kooperiert mit Facebook

Microsoft Fuse Labs hat mit Docs eine angepasste Version der Office Web Apps für Facebook-Nutzer veröffentlicht. Aktuell befindet sich das Projekt jedoch noch im geschlossenen Beta-Status. Docs erlaubt es Facebook-Nutzern, Dokumente direkt aus Facebook heraus zu erstellen, anzusehen und zu bearbeiten. Darüber hinaus können Dokumente für Facebook-Freunde freigegeben und mit ihnen zusammen an den Dokumenten gearbeitet werden. Klingt für kleinere, spontane Aktionen auf jeden Fall mal ganz nett, Geschäftskunden werden sich davon sicherlich nicht beeindrucken lassen. Insofern wird das Ganze wohl eher nur ein kleiner Schlag gegen Google Apps. Aber zumindest versucht Microsoft mit aller Macht, weiter im Cloud Universum Fuß zu fassen, und das würde ich doch erst mal als sehr positiv sehen. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft, und weitere Innovationen können wir im Office-Bereich sicherlich gebrauchen. Schauen wir doch mal, wie sich Docs entwickeln wird.

docs.com

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Über mich

Hallo, ich heiße Frank Schürmann und studiere Wirtschaftsinformatik M.Sc. an der Universität Duisburg-Essen. In diesem Blog trage ich Informationen rund um die Themen Cloud Computing und mobile Kommunikation zusammen.